On the road again. In mehrfachem Sinne hat hier in Vietnam das zweite Kapitel begonnen. Der Sturm ist vorbei. Halong Bay wurde abgehakt. Der Norden so weit bereist, wie ich es für machbar halte. Noch zehn Tage auf der Uhr und ich reise wieder gemütlich gen Süden. Von nun an auch wiederalleine.
Mein großes Ziel Halong Bay ist abgehakt. Das einzige Ziel, das ich mir für Vietnam gesetzt hatte, ist damit erfüllt. Von nichts mehr im Norden gehalten geht es nun wieder zurück in den Süden. Gestern von den beiden Südamerikanern verabschiedet, mit denen ich eine Woche gereist bin und ich bin wieder alleine. Aber auch gelöst von allen Konsequenzzwängen.
Mein Weg zurück nach Saigon führt mich durch etwas weniger touristische Landstriche. Erster Stopp: Ninh Binh.
Eine kleine Stadt wenige Stunden südlich von Hanoi. Landschaftlich wie die Halong Bay nur mir Reisfeldern anstatt Wasser. Wieder riesige Limestones, nur diesmal in einem grünen Meer. Endlos scheinende Reisfelder, nur unterbrochen von kleinen Dörfern und mächtigen Felsen. Das beste Fortbewegungsmittel ist hier eindeutig das Motorrad.
Ohne Ziel fahre ich einfach einige Stunden durch die Landschaft. Reisfelder. Wasserbüffel. Grauweiße, grün bewachsene Kalkfelsen. Zwischendurch eine kleine Bootstour durch die Höhlen unter den Felsen. Danach wieder aufs Motorrad und weiter durch kleine Dörfer und riesige Reisfelder. Vorbei an Friedhöfen und Schulen. Totenstille auf den Feldern und freudiges Geschrei von den Kindern, die neben einem herlaufen. Sehe den ganzen Tag über kein westliches Gesicht.
Abends gehts dann schnell in ein Restaurant und dann auch schon in den Bus nach Hoi An. Auf zur nächsten Motorradtour.
