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	<title>where&#039;s willy? &#187; japan</title>
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		<title>big city life</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Jun 2009 13:12:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jasper</dc:creator>
				<category><![CDATA[japan]]></category>
		<category><![CDATA[bericht]]></category>
		<category><![CDATA[betrachtet]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich fahre aus den Schluchten der Großstadt. Einige Wolkenkratzer ziehen an mir vorbei. Die Häuser werden kleiner. Irgendwann sind sie nur noch zweistöckig. Durch die dichtbesiedelten Wohngebiete zieht sich ein Netz von Straßen und Bahnlinien, die Adern der Großstadt, über- und unterirdisch, manche Straßen liegen über den Häusern.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a style="border-bottom: 1px dotted #d7150b" href="http://www.whereswilly.de/wordpress/2009/06/big-city-life"><img class="alignnone size-full wp-image-1109" style="border: 1px solid black;" title="big city life" src="http://web368.sv10.net-housting.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/06/big-city-life2.jpg" alt="big city life" width="530" height="157" /></a></p>
<p>Ich fahre aus den Schluchten der Großstadt. Einige Wolkenkratzer ziehen an mir vorbei. Die Häuser werden kleiner. Irgendwann sind sie nur noch zweistöckig. Durch die dichtbesiedelten Wohngebiete zieht sich ein Netz von Straßen und Bahnlinien, die Adern der Großstadt, über- und unterirdisch, manche Straßen liegen über den Häusern.</p>
<p><span id="more-1108"></span>Je weiter ich fahre, desto grüner wird es. Man sieht die ersten Parks. Uferpromenaden. Wälder. Reisfelder. Ich lasse die Großstadt für einige Zeit hinter mir. Aber eigentlich kann man ihr hier nicht wirklich davon laufen. Ich lasse die Stadt eher neben mir liegen, während ich von einer Metropole zur nächsten fahre und Städte meine Route zieren. Ein Moment um den Wahnsinn aus der Distanz zu betrachten.<br />
Ich mag das Leben in der Stadt. Die Möglichkeiten sind unbegrenzt. The sky is the limit, nicht nur metaphorisch. Und doch weiß ich nicht, ob ich das Leben in Tokio mag. Eine der größten Städte der Welt und eine wahre Wundertüte. An jeder Ecke etwas neues zu entdecken, oft auch etwas sehr altes. Mitten in Akahabara, auch Electric Town genannt, der Stadtteil, der komplett mit Elektronik-, Manga- und DVD-Shops übersät zu sein scheint, verstecken sich Uralte Tempel. Und das ist die Regel, wo immer man in Tokio hingeht, wie sehr man sich auch in die Zukunft versetzt fühlt, die Geschichte des Landes ist gleich um die Ecke.<br />
Aber das alles ist zu viel. So schön das Großstadtleben auch ist. Ich glaube, hier wurde es für mich überreizt. Es fehlt die Ruhe, die Rückzugsmöglichkeit. Aus der Stadt zu kommen ist ein Ding der Unmöglichkeit. Man kann ihr scheinbar nicht entkommen. Besonders nach Neuseeland scheint Japan eine einzige, unendliche Stadt zu sein. Hat einen in Neuseeland eine Busfahrt von mehr als 30 Minuten garantiert mitten ins Nichts geführt, muss man in Japan stundelang reisen, nur im in dünner besiedelte Regionen zu kommen.<br />
Und doch würde ich gern noch einige Zeit in Metropolis verbringen. Die Möglichkeiten sind unbegrenzt, man kann es kaum begreifen. Eine Stadt, die wie ein Mosaik aus vielen kleinen Städten zusammen gesetzt ist. Jeder Stadtteil scheint einem besonderen Zweck zu dienen. Unterhaltung, Shopping, Kultur. Ein echter Abenteuerspielplatz, der einen schnell verschlingt. Der Segen der Großstadt ist gleichzeitig der Fluch Tokios.<br />
The sky is the limit. Scheint aber auch der einzige Weg zu sein, der Stadt zu entkommen.</p>
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		<title>Kalt und roh</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Jun 2009 17:54:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jasper</dc:creator>
				<category><![CDATA[japan]]></category>
		<category><![CDATA[bericht]]></category>
		<category><![CDATA[unterwegs]]></category>

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		<description><![CDATA[Jetlag kann auch so seine Vorteile haben. Ich wache verfrüht auf, gehe aber zu einer normalen Zeit zu Bett. Das Ergebnis: Der Tag ist länger. Der Preis ist zwar, dass...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a style="border-bottom: 1px dotted #d7150b" href="http://www.whereswilly.de/wordpress/2009/06/kalt-und-roh"><img class="alignnone size-full wp-image-1103" style="border: 1px solid black;" title="Kalt und roh" src="http://web368.sv10.net-housting.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/06/kalt-und-roh.jpg" alt="Kalt und roh" width="530" height="137" /></a></p>
<p>Jetlag kann auch so seine Vorteile haben. Ich wache verfrüht auf, gehe aber zu einer normalen Zeit zu Bett. Das Ergebnis: Der Tag ist länger. Der Preis ist zwar, dass ich dabei komplett fertig werde. Langsam schwinden die Kräfte. In meinen ersten Tagen musste ich es aber sogleich ausnutzen.</p>
<p><span id="more-1102"></span>Noch den neuseeländischen Rhythmus im Blut wache ich die ersten Tage zwischen Vier und Sechs auf. Welch besseren Zeitvertreib gibt es da, als mit verschlafenen Augen und müden Gliedern inzwischen von rasenden Transportern, schreienden Auktionatoren, gefrorenen Thunfischen und fotografierwütigen Touristen auf einem der größten Fischmärkte der Welt umher zu streifen. Gelockt von einem Vormittag voller Chaos und Fisch bin ich kurzerhand morgens um Fünf mit der ersten U-Bahn zum Tsukijimarkt gefahren. Jeden Tag kommt hier frühmorgens der Fang aus aller Herren Meere an, von wenigen Zentimeter großen Muscheln bis hin zu mehreren hundert Kilo schweren Thunfischen.<br />
Beim ersten Betreten des Marktes komme ich mir vor wie im Irrenhaus. Es herrscht reger Betrieb. Von allen Seiten kommen kleine Lieferwagen angerast. Die Pfade sind kaum mehr als vier Meter breit. Überall stehen riesige Trucks. Links und rechts häufen sich meterhohe Styroporberge aus den ganzen weggeschmissenen Kühlboxen. Einige Händler laufen umher, die meisten fahren aber auf ihren kleinen Transportern. Keiner hupt aber alle drängeln. Und inzwischen des ganzen Gewusels versuchen immer wieder ein paar Touristen zum Auktionshaus zu kommen, dem Highlight des Marktes.<br />
In einer riesigen Lagerhalle liegen hunderte von mächtigen, gefrorenen Thunfischen. Zwischen den Reihen wandern die Händler hindurch und inspizieren den Fang. Nach einigen Minuten bricht dann der Wahnsinn los. Glocken fangen an zu klingeln und wenige Sekunden später fangen auch die Auktionatoren an wie wild die Preise auszurufen. Während sie vom Schreien rot anlaufen und hyperventilieren, heben die Händler nur ab und zu ein paar Finger. Wenig später ist das Spektakel auch schon wieder vorbei, aller Fisch verkauft und schon aus der Halle gezogen. Während die verkauften Fische nun von meterlangen Sägen klein geschnitten wird, werden schon die nächsten Fische in die Halle gebracht und das Spiel beginnt von vorn.<br />
Ich verlasse die Auktion, spaziere noch ein wenig durch die vielen Halle und werfe einen Blick auf Waren aus aller Herren Länder. Komme mehrmals beinahe unter die Räder und entscheide mich nun doch lieber in die Sicherheit eines Sushirestaurants zu flüchten. Es ist Frühstückszeit und wo kann der Fisch frischer sein, als am Markt. Vor den Restaurants auf dem Marktgelände sind teilweise meterlange Schlangen. Doch die Auswahl ist groß und ich finde einen Laden, der einladend und doch nicht zu voll aussieht. Nach Tausenden von Portionen Sushi in Australien und Neuseeland kann ich nun endlich „echtes“ Sushi von einem japanischen Sushimeister probieren. Nebenbei werden mir noch die Geheimnisse des korrekten Sushiessens verraten und ich gönne mir zum Frühstück eine riesigen Portion rohen Fisch und Reis.<br />
Und während ich zurück zum Hostel gehe um noch ein wenig Schlaf nach zu holen, wacht auch der Rest der Stadt dann auf.</p>
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		<title>Tagnacht</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Jun 2009 23:39:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jasper</dc:creator>
				<category><![CDATA[japan]]></category>
		<category><![CDATA[bericht]]></category>
		<category><![CDATA[unterwegs]]></category>

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		<description><![CDATA[Die letzten Tage ist es ein wenig still hier geworden. Liegt aber nicht an mangelndem Material. Das Problem ist die Zeit. Wie soll ich zum Schreiben kommen, wenn ich kaum Zeit zum Schlafen habe. Werde versuche die verpassten Tage nachzuholen. Doch wo fang ich an... Am besten mit dem, was noch frisch ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a style="border-bottom: 1px dotted #d7150b" href="http://www.whereswilly.de/wordpress/2009/06/tagnacht"><img class="alignnone size-full wp-image-1095" style="border: 1px solid black;" title="Tagnacht" src="http://web368.sv10.net-housting.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/06/tagnacht.jpg" alt="Tagnacht" width="530" height="140" /></a></p>
<p>Die letzten Tage ist es ein wenig still hier geworden. Liegt aber nicht an mangelndem Material. Das Problem ist die Zeit. Wie soll ich zum Schreiben kommen, wenn ich kaum Zeit zum Schlafen habe. Werde versuche die verpassten Tage nachzuholen. Doch wo fang ich an&#8230; Am besten mit dem, was noch frisch ist.</p>
<p><span id="more-1094"></span>Ich wache auf. Es ist schon fast mitten in der Nacht. Wälze mich ein paar mal von der einen auf die andere Seite. Ich quäle mich aus dem Bett, dusche, zieh mich an, mach mich fertig. Wer weiß, wann ich wieder nach Tokyo komme. Muss die Zeit, die ich hier habe, komplett ausnutzen. Das hat in der Vergangenheit schon oft dazu geführt, dass ich zu den unmmenschlichsten Zeiten mich aus dem Bett quäle und tagsüber schlafe. Um vier Uhr morgens ging es zum Fischmarkt, heute geht es um Mitternacht noch einmal raus. Es gibt immer noch einen Stadtteil von Tokyo, den ich noch nicht gesehen habe und einen Club, den ich besuchen muss.  Ich hoffe, dass ich reinkomme. Wenn nicht, bin ich die Nacht über in der Stadt gefangen. Von Mitternacht bis Fünf Uhr morgens fahren keinen U-Bahnen. Es ist 23:30. Ich bin müde und steige in eine der letzten U-Bahnen des Tages. Die Bahn ist fast komplett voll, es ist Freitag Nacht, die Meisten fahren nach Hause.</p>
<p>In Shibuya angekommen werde ich von den Eindrücken erschlagen. Es ist kurz nach Mitternacht, Neonreklamen erleuchten die Kreuzung taghell, überall rennen noch Menschen herum. Ich versuche mich zurecht zu finden, bin aber trotz Karte nicht in der Lage mich zu orientieren. Frage eine Konfliktschlichterstreife, ob sie mir den Weg zeigen kann. Plötzlich bin ich der Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Die Patroullie wird von einem Kamerateam begleitet, das anscheinend den Arbeitsalltag des Teams dokumentiert. Ob sie wirklich gebraucht werden, glaubt man kaum. Tausende Jugendliche sind auf den Straßen, alle Gruppen sind vertreten; Hopper, Goths, Dance- und Mangafans, Japaner und Ausländer. Und doch ist nicht die geringste Form von Konflikten zu spüren. Die Atmosphäre ist komplett entspannt, trotz einer Unzahl von Angetrunke aller Gruppen. Nach einer kurzen Besprechung werde ich von ca. zehn Personen direkt zum Eingang des Clubs gebracht. Und ich einigen Wochen kann es jeder hier in Japan sehen. Alleine hätte ich ihn aber auch nie gefunden. Mitten in einer schmalen Gasse, eine riesige Betonwand mit einem winzigkleinen Schild, nichtmal eine Schlange ist draußen, alle warten drinnen im Trockenen.</p>
<p>Ich betrete den Laden und stelle mit Erschrecken fest, dass Ausweise kontrolliert werden. Am Türsteher hört die Reise in die Welt der Highclassclubs dann auch schon auf. Das Trinkalter in Japan ist 20. Da fehlen mir noch ein paar Monate. Ich zeige meinen Ausweis vor, der Türsteher mustert ihnt und lässt mich rein. Der Sinn der Kontrolle wird mir nicht bewusst.<br />
Ich trete durch die erste Tür, stehe in einer Art Lounge/Restaurant. Von oben kann man schon die Musik hören. Ich hole mir ein Getränk und gehe in den ersten Stock. Der Club ist der Wahnsinn. Eine riesen Tanzfläche, genug Platz für jeden, man muss nicht lange auf seine Getränke warten. Und doch sind mindestens 1000 Personen hier. Und die Licht- und Soundanlage ist einfach weltklasse. Die nächsten Stunden sind der Wahnsinn.</p>
<p>Mit dem Aufgang der Sonne gehen dann auch die Lichter im Club aus bzw die Beleuchtung an. Die Massen verstreuen sich, die meisten wandern zurück zur U-Bahn-Station. Es ist 5:30. Ich bin hellwach und steige in eine der ersten U-Bahnen des Tages. Die Bahn ist nur leicht gefüllt, es ist Samstag Morgen, die meisten fahren nach Hause.</p>
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		<title>Endspurt</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Jun 2009 19:21:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jasper</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Noch nie auf meiner Reise hat der Abschied so geschmerzt wie heute. Ich sitze alleine im Bus. Fahre durch Auckland. Lasse die Stadt hinter mir. Das wahre Neuseeland, die Natur,...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a style="border-bottom: 1px dotted #d7150b" href="http://www.whereswilly.de/wordpress/2009/06/endspurt"><img class="alignnone size-full wp-image-1088" style="border: 1px solid black;" title="Endspurt" src="http://web368.sv10.net-housting.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/06/endspurt2.jpg" alt="Endspurt" width="530" height="160" /></a></p>
<p>Noch nie auf meiner Reise hat der Abschied so geschmerzt wie heute. Ich sitze alleine im Bus. Fahre durch Auckland. Lasse die Stadt hinter mir. Das wahre Neuseeland, die Natur, hab ich schon vor einigen Tagen verlassen. Aber nun ist auch dieses Kapitel zu ende und ich blättere um.</p>
<p><span id="more-1084"></span>Neuseeland war einfach unbeschreiblich. Zu schade, dass ich nur sechs Wochen dafür hatte. Das Land ist so klein und doch gibt es unendlich viel zu sehen. Ich konnte meine Liste der must-do&#8217;s zwar nahezu komplett abhaken und doch sind noch tausende Sachen hier ungetan. Egal wohin man geht, es gibt immer irgendetwas einzigartiges, irgendetwas, was man gesehen haben muss, was man gemacht haben muss. Es gibt immer einen Ort, den man nicht auf seiner Karte hat, der aber faszinierend klingt. Es gibt so viele kleine Brillanten hier, das Land ist eine wahre Schatztruhe. In meinen sechs Wochen konnte ich nur die wirklich großen Klunker sehen, die Zeit ist einfach zu knapp.</p>
<p>Aber nicht mit hängenden Mundwinkeln nach hinten schauen. Das war noch nicht das letzte Kapitel. Das Ende von Neuseeland bedeutet den Anfang von Japan. Und auch da habe ich mir eine Liste mit den must-see&#8217;s zusammengestellt. Und diesmal ist es noch schlimmer. In Japan gibt es genauso viel zu sehen wie in Neuseeland, meine Zeit ist aber noch kürzer. Zehn Tage. Das reicht nur für eine kurze Sightseeingtour von Tokio nach Kyoto und in die umliegenden Orte. Und selbst das wird stressig. Japan wird wohl der hektischste Teil meiner Reise. Manchmal wird man müde vom Reisen, aber wenn es genug zu tun gibt, rafft man sich immer wieder gerne auf. Und das ist jetzt definitiv der Fall. Jetzt heißt es noch einmal alles geben. Ich schlage das letzte große Kapitel meiner Reise auf. Endspurt.</p>
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