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	<title>where&#039;s willy? &#187; neuseeland</title>
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		<title>a long way down</title>
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		<pubDate>Sat, 30 May 2009 00:24:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jasper</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit dem Tongariro Crossing hatte ich meinen letzten Punkt auf der Liste der zu erledigenden Dinge abgehakt. Es stand aber noch etwas anderes drauf, über das noch nicht geschrieben wurde,...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a style="border-bottom: 1px dotted #d7150b" href="http://www.whereswilly.de/wordpress/2009/05/a-long-way-down"><img class="alignnone size-full wp-image-1078" style="border: black 1px solid;" title="a long way down" src="http://web368.sv10.net-housting.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/05/a-long-way-down.jpg" alt="a long way down" width="530" height="141" /></a></p>
<p>Mit dem Tongariro Crossing hatte ich meinen letzten Punkt auf der Liste der zu erledigenden Dinge abgehakt. Es stand aber noch etwas anderes drauf, über das noch nicht geschrieben wurde, was aber schon kurz vorher gestrichen werden konnte. Aus einem Flugzeug springen.</p>
<p><span id="more-1077"></span>Das Wetter hier in Taupo war bei meiner Ankunft hier so unglaublich gut, dass ich mich kurzfristig dazu entschlossen habe, doch noch Fallschirmspringen zu gehen. Gegen zehn in Taupo angekommen, um elf geht es dann auch schon auf zum Flughafen.<br />
Wir setzen uns ins Flugzeug. Jeder hat seinen Sprungharnisch an und alles wichtige wurde besprochen.  Mit mir springen noch zwei andere, was sechs Personen im hinteren Teil des Flugzeugs bedeutet. Viel Platz hat man so nicht. Aber allzu lange bleibt man ja sowieso nicht drin. Da ich als erster springe, sitze ich direkt an der riesigen Plexiglastür und kann den Ausblick beim hoch fliegen komplett genießen. Zuerst fühlt es sich noch wie ein normaler Flug an, nur in einem winzig kleinen Flugzeug. Umso höher man steigt und umso länger man im Flugzeug sitzt, desto mehr fängt man an zu realisieren, das es zwar wie ein normaler Flug scheint, die normale Landung aber fehlt.<br />
Wir steigen immer höher und es ist Zeit sich sprungfertig zu machen. Ich zieh meine Handschuhe an, setz die Fliegermütze auf und zieh die Brille ins Gesicht. Gleichzeitig hakt mich mein Tandempartner an seinen Harnisch. Wenig später gleitet die Tür auf und es liegt nichts mehr zwischen uns und den Wolken. Wir robben zum Ausstieg und hängen in der Tür, klammern uns an die kleinen Stangen außerhalb des Flugzeugs. Der Wind rast an einem vorbei und der Boden scheint ewig weit entfernt zu sein. Wir fliegen über den Wolken, man kann die Felder und die Stadt unter uns sehen. Winzig klein neben dem riesigen See (so groß wie Singapur). In der Ferne die weißen Gipfel der Berge des Tongariro Crossings. Nach einem Augenblick in der Tür kommt das Zeichen, dass wir abspringen können und wir lassen los.<br />
Wir fallen aus dem Flugzeug. Drehen uns in der Luft. Liegen kurz auf dem Rücken. Sehen das Flugzeug über uns weiterfliegen. Und das Fallen nimmt kein Ende. Das Flugzeug wird immer kleiner. Wir liegen auf dem Bauch. Der Wind nimmt einem jegliche Kontrolle über das Gesicht. Mit 200 km/h rasen wir dem Boden entgegen. Das Gefühl ist unbeschreiblich. Das Fallen scheint unendlich. Wir fliegen durch die Wolken, in denen Regenbögen zu sehen sind.  Und plötzlich fehlt der Wind. Nach fast einer Minute geht der Fallschirm auf und man hat Zeit sich wieder zu fangen. Aus dem Rausch Richtung Erdboden wird ein gemütliches Gleiten. Man kann einzelne Häuser sehen, die Flugzeuge auf dem Flughafen, die Autos auf der Straße. Wir ziehen ein paar Kreise in der Luft, einige Rundblicke. Man kann die Menschen die Menschen auf dem Flughafen sehen, die nur auf unsere Landung warten.<br />
Wir setzen auf.</p>
<p>Ich hab ein riesiges Grinsen im Gesicht, das noch ewig hält.</p>
<p><a style="border-bottom: 1px dotted #d7150b" href="http://www.whereswilly.de/wordpress/2009/05/a-long-way-down"><img class="alignnone size-full wp-image-1081" style="border: black 1px solid;" title="a long way down" src="http://web368.sv10.net-housting.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/05/a-long-way-down2.jpg" alt="a long way down" width="530" height="265" /></a></p>
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		<title>The good and the bad</title>
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		<pubDate>Fri, 29 May 2009 00:42:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jasper</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Damit wäre auch der letzte Punkt auf meiner Liste der Dinge, die ich hier in meiner kurzen Zeit in Neuseeland unbedingt machen möchte, abgehakt. Aus dem Tongariro Crossing ist tatsächlich...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a style="border-bottom: 1px dotted #d7150b" href="http://www.whereswilly.de/wordpress/2009/05/the-good-and-the-bad"><img class="alignnone size-full wp-image-1075" style="border: black 1px solid;" title="The good and the bad" src="http://web368.sv10.net-housting.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/05/the-good-and-the-bad.jpg" alt="The good and the bad" width="530" height="138" /></a></p>
<p>Damit wäre auch der letzte Punkt auf meiner Liste der Dinge, die ich hier in meiner kurzen Zeit in Neuseeland unbedingt machen möchte, abgehakt. Aus dem Tongariro Crossing ist tatsächlich noch etwas geworden. Aufgrund meines Zeitplanes hatte ich nur am Donnerstag die Möglichkeit zu wandern und am Donnerstag war das Wetter einmalig.</p>
<p><span id="more-1074"></span>Das Tongariro Crossing (oder der? Oder die? Ich werde höchstwahrscheinlich alle Artikel benutzen. Oder soll ich „the“ nehmen?) wird hier in Neuseeland als die Beste der Eintageswanderung bezeichnet. Es ist eine atemberaubende Strecke. Man startet unterhalb eines noch aktiven Vulkans (was aber nicht bedeutet, dass man glühende Lava, vom Himmel fallende Steine oder riesige Rauchschwaden sieht), marschiert einige Zeit durch eine tundraähnliche Hochebende, klettert anschließend fast senkrechte Pfade zwischen erstarrtem Lavagestein hoch, wandert durch alte schneebedeckte Krater und hinunter zu bunten Schwefelseen. Eine Vielfalt, wie man sie wohl nur in Neuseeland bekommen kann.<br />
Mittlerweile ist Winter, was das Wetter noch unvorhersehbarer macht, als es hier eh schon ist. Alle Gipfel im Tongariro Park sind mit Schnee bedeckt. Und da fängt dann auch das an, was mir an Neuseeland in keinster Weise gefallen mag. Es wird komplett übertrieben. Fragt man in der Touristeninformationen zum Zustand des Tracks werden einem die verrücktesten Horrorgeschichten erzählt, die einem mit dem Gefühl stehen lassen, man schaffe die Wanderung nicht ohne Sherpas und himalajaerfahrene Guides. Und sowieso ist es ja die einzige Möglichkeit mit Guides da hochzukommen. Steigeisen seien Pflicht. Und da man im ganzen Ort natürlich keine Steigeisen sich leihen kann, macht man also eine Tour.<br />
Die Strecke liegt teilweise im Schnee. Da ist aber selbst mit Turnschuhen vorankommen gewährt. Welche mit eigenem Auto sind einfach hingefahren und mir ihren Adidasschuhen dort rumgekraxelt. Mit Steigeisen hochzulaufen ist manchmal ein paar Sekunden schneller. Ein Ding der Unmöglichkeit wäre es ohne die aber auf keinen Fall gewesen. Und die Tour an sich war auch ein Witz. Aufgrund der Gruppe waren wir nicht schnell genug, um das komplette Crossing zu machen und mussten so mitten auf dem Weg wieder umdrehen. Da hätte ich alleine mehr geschafft.<br />
Warum ich mich darüber so ärgere? Ich hätte einen Lift zum Crossing und zurück bekommen können, die haben aber aufgrund der Vorhersagen der Touristeninfo nur den Anfang der Strecke geplant und wollten dann umdrehen. Ich wollte die ganze machen und hab mich für die Tour entschieden. Heute die beiden wieder getroffen, die haben ihre Meinung geändert und sie die ganze gelaufen und die Tour hat auch ihre Meinung geändert.</p>
<p>Fazit: Tongariro Crossing ist der Hammer. Eine super Wanderung, die definitiv zu den Besten gehört. War aber auf keinen Fall so unglaublich schwer, wie behauptet und die Tour ist eine reine Geldverschwendung. Damit wäre mein Frust dann auch von der Seele geschrieben. Musste mich einmal leicht echauffieren.</p>
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		<title>So much to do, so little time</title>
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		<pubDate>Sun, 24 May 2009 09:52:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jasper</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a style="border-bottom: 1px dotted #d7150b" href="http://www.whereswilly.de/wordpress/2009/05/so-much-to-do-so-little-time"><img class="alignnone size-full wp-image-1070" style="border: 1px solid black;" title="So much to do, so little time" src="http://web368.sv10.net-housting.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/05/so-much-to-do-so-little-time1.jpg" alt="So much to do, so little time" width="530" height="162" /></a></p>
<p>Ich stehe noch nicht vor Ruinen, aber das Gebäude, auf das ich blicke, ist von Rissen durchzogen. Noch steht es, aber es ist einsturzgefährdet. Die Wahrscheinlichkeit, dass mein Zeitplan für die letzte Woche in Neuseeland aufgeht tendiert gegen Null.</p>
<p><span id="more-1068"></span>Am ersten Juni früh morgens fliege ich von Auckland nach Japan. Zwischen Auckland und mir liegen noch vier Stopps. Einer davon recht lange, da ich immer noch hoffe, die Tongariro Crossing Wanderung zu machen. Nun hatte ich vorgesehen, dass ich meine Zeit komplett ausnutze und erst Sonntag gegen Nachmittag in Auckland ankomme, noch ein paar Stunden in der Stadt verbringe und mich dann auch gleich zum Flughafen aufmache. Am Samstag könnte ich eh nicht nach Auckland (da fährt kein Bus von meiner Tour) und am Freitag ist absolute Zeitverschwendung. Nun ist dieser Plan aber stark ins Schwanken geraten. Zwei Dinge gefährden diesen Ablauf, bzw. machen ihn schon unmöglich.<br />
Das erste und eher kleinere Problem ist die Fähre. Noch befinde ich mich auf der Südinsel, möchte morgen aber wieder nach Norden übersetzen. Derzeit ist das Wetter hier aber recht schlecht und die letzten zwei Tagen sind die Fähren aufgrund des Wellengangs nahezu komplett ausgefallen. Einen Tag könnte ich zwar unter Umständen opfern, dann muss das Wetter an dem Tag, an dem ich die Wanderung machen will, gut sein. Von da an hab ich keine Zeit mehr zu warten.Das zweite und viel größere Problem ist, dass ich mein Zugticket für Japan noch nicht habe und es das nur in Auckland zu kaufen gibt. An einem Sonntag aber nicht verkauft wird. Heißt ich muss Samstag oder vielleicht sogar schon Freitag in Auckland ankommen oder es mir über tausend Umwege per Post zustellen lassen.<br />
Die einzige Möglichkeit, die ich derzeit sehe, ist einige Stationen nun zu überspringen. Man kann nicht alles auf einmal sehen. Und das Wetter lässt einem derzeit auch nicht allzu viel Hoffnung. Für die nächste Zeit soll erst einmal alles Grau in Grau sein.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1071" style="border: 1px solid black;" title="Aufstieg" src="http://web368.sv10.net-housting.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/05/so-much-to-do4.jpg" alt="Aufstieg" width="530" height="132" /></p>
<p>Dafür aber hatte ich vor drei Tagen absolutes Glück. Immerhin eine meiner geplanten Wanderungen konnte ich durch ziehen. Von Arthur&#8217;s Pass hoch auf den Avalanche Peak. Auf über 1800 Meter, oberhalb der bushline, durch metertiefen Schnee, unter strahlend blauem Himmel. Der perfekte Tag und ein wahnsinniger Ausblick. Keine einzige Wolke, die Sicht kilometerweit. So ging immerhin schon einmal ein Teil meines Wanderplanes auf.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1072" style="border: 1px solid black;" title="Ausblick" src="http://web368.sv10.net-housting.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/05/so-much-to-do2.jpg" alt="Ausblick" width="530" height="179" /></p>
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		<title>Der Berg ruft</title>
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		<pubDate>Mon, 18 May 2009 07:59:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jasper</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als erster irgendwo zu sein, ist immer gut. Als erster seine Spuren im Schnee zu hinter lassen ist aber nochmal etwas ganz besonderes. Wenn man weiß, dass niemand vor einem...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a style="border-bottom: 1px dotted #d7150b" href="http://www.whereswilly.de/wordpress/2009/05/der-berg-ruft"><img class="alignnone size-full wp-image-1065" style="border: 1px solid black;" title="Der Berg ruft" src="http://web368.sv10.net-housting.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/05/der-berg-ruft.jpg" alt="Der Berg ruft" width="530" height="154" /></a></p>
<p>Als erster irgendwo zu sein, ist immer gut. Als erster seine Spuren im Schnee zu hinter lassen ist aber nochmal etwas ganz besonderes. Wenn man weiß, dass niemand vor einem heute dieses Weg gegangen ist. Der Schnee liegt einem völlig unberührt zu Füßen. Vor einem nur die Weite der Steppe und der Berge.</p>
<p><span id="more-1064"></span>Aus dem anfänglich perfekten Weg wird immer mehr ein Fluss. Das Wasser stand zwar auch schon zuvor mitten auf dem Pfad, mittlerweile ist der Pfad nun aber non existent. Immer noch versuche ich verzweifelt meine Füße trocken zu behalten. Elfenhaft springen ich von Stein zu Stein. Ich hüpfe wie eine Ballettänzerin von Insel zu Insel. Ein kleiner Zwischenschritt und ein großer Sprung, Arme hoch gerissen, das rechte Bein gestreckt nach vorne, den Rand der Pfütze anvisiert. Nun ein Spagat, mit je einem Fuß links und rechts des riesigen Wasserloches kämpfe ich mich zentimeterweise vorwärts. Die ganze Landschaft ist hellweiß, nur auf den gekieselten Wegen ist der Schnee schon geschmolzen. Ich ringe immer noch mit der Tatsache, dass meine Füße nass werden und  versuche endlich auf dem trockenen zu bleiben.<br />
Bis ich den Weg überhaupt nicht mehr sehen kann. Vor mir ein Bergkamm, rechts von mir ein Gletscherfluss. Um mich herum tausend kleine Bäche, die die komplette Landschaft überflutet haben. Ohne den genauen Weg zu kennen bahne ich mir einen Weg hoch auf den Kamm. Oben angekomme analysiere ich die Umgebung und erkenne, dass ich die größten Arme des Baches überqueren muss. Wieder versuche ich trocken zu bleiben, versinke in der Wiese aber immer wieder fast bis zu den Knöcheln. Nun sind meine Füße doch nass. Damit wäre auch das krampfhafte rum gehüpfe vorbei. Ich schalte von Elf zu Juggernaut und marschiere querfeldein zum nächsten Abschnitt des Pfades. Kein springen von Stein zu Stein. Einfach durch den Bach. Meine zwei Paar Socken und eigentlich wasserdichten Laufschuhe arbeiten nun wie ein Neoprenanzug. Meine Füße sind warm.<br />
Ich laufe weiter durch eine tundraähnliche Landschaft, überall kleine Grasbüschel, durchsät mit kleinen Felsen und komplett schneebedeckt. Mein Weg führt immer flussaufwärts, bis ich an seiner Quelle ankomme. Ein riesiger See zu Füßen eines noch größeren Gletschers, eingerahmt von einigen der höchsten Bergen Neuseelands. Auf dem See treiben einige Eisberge, riesige Brocken, die vom Gletscher abgefallen sind. Minuten der absoluten Ruhe und Einsamkeit. Ein Gefühl, das nicht in Bilder gefasst werden kann (was auch an den vielen Wolken lag).<br />
Auf dem Weg zurück kann ich es mir nicht nehme lassen einen kleinen Umweg zu machen und einen Steilhang am Ufer eines anderen Gletschersees zu erkunden. Geschätze 100 Meter über dem See kämpfe ich mich durch Geröll, Eis und Schnee. Ein Donnern in der Ferne lässt ein aufziehendes Gewitter vermuten. Es will gar nicht mehr aufhören. Erst nach mehreren Sekunden ist der Lärm endlich vorrüber. Der Himmel ist komplett bewölkt, nach einem Unwetter sieht es aber eigentlich nicht aus. Es muss eine Lawine gewesen sein. Ich klettere weiter den Hang entlang, bis ich zu einer Stelle komme, wo es nicht weitergeht. Die Bergwand ist nun fast senkrecht, einige Felsbrocken und komplett vereist. Ich ruhe mich ein wenig aus und genieße die Aussicht über Gletscher und See, als es wieder anfängt zu Donnern. Diesmal viel dichter. Und wieder eine gefühlte Ewigkeit lang. Man kann es förmlich spüren. Ich stehe immer noch mitten im Steilhang. Es sieht in meinen Augen nicht lawinengefährdet aus, trotzdem gibt es nichts erschreckenderes als einen Erdrutsch zu hören, der keine 500 Meter entfernt ist. Ich drehe um und gehe vorsichtig den Hang zurück zum eigentlichen Weg. Hinter mir höre ich es noch einmal Donnern, diesmal aber wieder weit in der Ferne. Der Weg zurück zum Anfang ist nun kaum noch wieder zu erkennen. Wo anfänglich unberührter Schnee lag, ist nun alles zertrampelt und matschig. Es ist kein vergleich zu den Bedingungen vor einigen Stunden.<br />
Der Berg hat gerufen und ich bin dem Ruf heute als Erster gefolgt. Das war das frühe Aufstehen auf jeden Fall wert.</p>
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		<title>28 days left</title>
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		<pubDate>Thu, 14 May 2009 11:06:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jasper</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a style="border-bottom: 1px dotted #d7150b" href="http://www.whereswilly.de/wordpress/2009/05/28-days-left"><img class="alignnone size-full wp-image-1062" style="border: 1px solid black;" title="28 days left" src="http://web368.sv10.net-housting.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/05/28-days-left.jpg" alt="28 days left" width="530" height="149" /></a></p>
<p>250 Tage. 222 vorbei. 28 übrig. Exakt vier Wochen und ich habe wieder deutschen Boden unter meinen Füßen. Noch 28 Tage und jede Menge zu tun.1,5 Länder stehen mir noch bevor.</p>
<p><span id="more-1061"></span>Zuerst gilt es die verbleibende Zeit in Neuseeland gut zu nutzen. Ein Plan steht auch schon. Da ich mit dem Bus unterwegs bin, der nicht jeden Tag fährt, gilt es gut zu planen. Sonst steht man immer wieder da und muss länger oder kürzer in bestimmten Orten verbringen, nur weil kein Bus da ist. Acht Stationen stehen noch auf meinem Plan. Und es muss noch so vieles gemacht werden. Meine Liste für die nächsten vier Wochen hier in Neuseeland ist lang. Ich möchte noch Zug fahren (gleich zwei mal), skydiven, wandern, die Tongariro Crossing erneut versuchen, Wale sehen, Propellerflugzeug fliegen, Bungy springen, Jetboat fahren (ja ich weiß, dass ich beides schon gemacht hab), die beiden wohl besten Betriebe zum Besuchen besuchen (Schokoladenfabrik und Bierbrauerei) und bestimmt noch jede menge Weiteres.<br />
Und danach geht es dann nach Japan. Die große Unbekannte. Über das Land weiß ich so gut wie nichts. Nur, dass ich ihre Sprache wieder lesen noch verstehen kann und, dass ich da unbedingt hin möchte. Sonst habe ich so gut wie keine Ahnung von dem Land. Ich weiß nur, dass ich von Tokio in Richtung Süd-Westen reisen möchte. Kyoto und Osaka stehen hier auf dem Plan. Ansonsten werde ich mich mal mit einen paar Japanern zur besseren Planung in Verbindung setzen müssen. Und weiß einer von euch zufällig, welches Japan Railway Ticket sich am besten für diese Strecke eignet?<br />
Und nach Japan geht es dann nach München. Vielleicht nochmal wen dort besuchen und dann ab nach Hause. Es gibt einen Pflichttermin. Das sind aber noch 30 Tage.</p>
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		<title>Das Gute im Schlechten</title>
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		<pubDate>Mon, 11 May 2009 23:52:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jasper</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In sechs Wochen zu erwarten alles von Neuseeland zu sehen ist naiv. Trotzdem hatte ich die Hoffnung wenigstens die wichtigsten Dinge abhaken zu können, die must-do&#8217;s machen, die must-see&#8217;s sehen....]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a style="border-bottom: 1px dotted #d7150b" href="http://www.whereswilly.de/wordpress/2009/05/das-gute-im-schlechten"><img class="alignnone size-full wp-image-1056" style="border: 1px solid black;" title="Das Gute im Schlechten" src="http://web368.sv10.net-housting.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/05/das-gute-im-schlechten.jpg" alt="Das Gute im Schlechten" width="530" height="163" /></a></p>
<p>In sechs Wochen zu erwarten alles von Neuseeland zu sehen ist naiv. Trotzdem hatte ich die Hoffnung wenigstens die wichtigsten Dinge abhaken zu können, die must-do&#8217;s machen, die must-see&#8217;s sehen. Das Wetter macht mir jetzt aber schon zum zweiten Mal einen Strich durch die Rechnung und hier besteht nicht die Hoffnung noch einmal auf dieser Reise zurück zu kommen.</p>
<p><span id="more-1055"></span>Das erste Mal, dass ich aufgrund schlechten Wetters etwas nicht machen konnte, war oben auf der Nordinsel. Die wohl beste Ein-Tages-Wanderung Neuseelands &#8211; die Tongariro Crossing &#8211; war aufgrund schlechten Wetters nicht passierbar und selbst nach zwei Tagen des Wartens war keine Besserung in Sicht. So ging es weiter auf der Reise immer Richtung Süden. Der Vorteil war nur, dass ich wieder zurück nach Auckland muss, was bedeutet, dass ich noch einmal an der Tongariro Crossing vorbei komme.<br />
Hier in Queenstown sieht es nun diesmal anders aus. Das Wetter ist bald noch schlechter. Straßen werden als unpassierbar erklärt und gesperrt. Wanderung sind zugeschneit und es ist zu gefährlich sie zu gehen. Erst vor einigen Tagen ist eine Gruppe Wanderer eingeschneit und musste mit Hubschraubern und Suchteams gerettet werden. Dies ist der frühste Winteranfang hier in der Region Queenstown seit Jahren. Es regnet und schneit den ganzen Tag, Wolken hängen tief zwischen den Bergen. Man kann kaum das andere Ufer des Sees sehen.<br />
Für mich bedeutet das, dass ich sowohl ein must-do, als auch ein must-see auslassen muss. Zum Milford Sound kann man kaum fahren. Schon gar nicht mit dem eigenen Auto, was eigentlich unser Plan war. Und den Routeburn-Track, ein weiterer Great Walk, ist unbegehbar. Und selbst wenn, könnte man wohl kaum etwas sehen, bei den dichten Wolken, die hier die Bergspitzen verbergen.<br />
Aber es hat auch eine gute Seite. So habe ich nun etwas mehr Zeit für meine restlichen Punkte auf der Liste. Und ich habe zwei weitere sehr gute Gründe noch einmal hier nach Neuseeland zu kommen.</p>
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		<title>Ideale</title>
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		<pubDate>Fri, 08 May 2009 09:54:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jasper</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Rein in den Bus, Losfahren, raus aus dem Bus, ein paar Fotos schießen, wieder rein in den Bus, Weiterfahren, wieder raus, noch einmal ein paar Fotos schießen, weiter im Bus,...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a style="border-bottom: 1px dotted #d7150b;" href="http://www.whereswilly.de/wordpress/2009/05/ideal"><img class="alignnone size-full wp-image-1052" style="border: 1px solid black;" title="Ideal" src="http://web368.sv10.net-housting.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/05/ideal1.jpg" alt="Ideal" width="530" height="254" /></a></p>
<p>Rein in den Bus, Losfahren, raus aus dem Bus, ein paar Fotos schießen, wieder rein in den Bus, Weiterfahren, wieder raus, noch einmal ein paar Fotos schießen, weiter im Bus, Anhalten, Lunchstopp und Pipipause.</p>
<p><span id="more-1051"></span>Von all den Arten des Reisens habe ich die Busreisen nie für voll genommen. Nie wollte ich an diesem Spektakel des Massentourismus teilnehmen; nie den Geist des Backpackens komplett töten; wenigstens warten, bis ich auch zu der Generation 60+ gehöre, bevor ich mich dieser Massenabfertigung von Reisenden anschließe.<br />
Und weniger als drei Monate später haben sich all meine guten Vorsätze in Luft aufgelöst (gelockt von dem unschlagbaren Preis) und ich sitze in einer Meute junger Backpacker und toure durch Neuseeland in einem der vielen Backpackerbusse. Genau das, wo gegen ich immer gewettert habe und jetzt muss ich gestehen. So schlecht wie immer gedacht ist es nun doch nicht. Klar, man ist auf keinen Fall der erste, der seine Spuren hier zieht. Man ist immer ein kleiner Teil einer großen Gruppe (auf jeden Fall im Süden der Südinsel – im Norden waren wir oft nur eine Handvoll im Bus). Und doch hat es auch seine Vorteile. Man sieht viele Dinge, die man in öffentlichen Verkehrsmitteln einfach auslassen würde, weil es wirklich nur diese kleinen Zwischenstopps sind  &#8211; die Fotostopps. Und man trifft die ganze Zeit mehr oder weniger Gleichgesinnte. Was aber auch stark auf die Busagentur ankommt. Jede, der verschiedenen Backpackerbuscompanies hat ihr eigenes Klientel. Von Sauftouristen bis zu den etwas Ernsteren. Es ist für alle was dabei. Und so kann man zwar nicht mehr auf die Bustouristen im Allgemeinen hinunter schauen, aber immer noch auf die anderen Busgruppen. Kein Tag vergeht, ohne das „wir“ über die „anderen“ lästern. Und umgekehrt.</p>
<p>Und bei dem Umhertouren fällt einem dann noch was weiteres auf. Jedenfalls hier im Süden Neuseelands. Man wird immer kitschiger.<br />
Bilder, die eigentlich nur bei Oma im Holzrahmen „Buche Rustikal“ über dem Fernseher mit Häkeldecke hängen – Bergpanorama gespiegelt im Königssee; erste Strahlen der Morgensonne scheinen über den Berg und brechen sich in den Nebelschwaden über der grünen Wiese, auf der ein junges Rehkitz steht und die in Kamera schaut; Bergbach plätschert durch tiefgrünen Wald, von dessen Blättern der Morgentau tropft – alle diese Motive findet man nun auch auf meiner Kamera. Ich sorge einfach schon einmal vor und schieße die Fotos, die ich mir in 60 Jahren über meinen Fernseher hänge. Oder in zehn Jahren als Fotoleinwand in meine Kammer im Großraumbüro hänge. Man weiß ja nie, was aus seinen Idealen wird.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1053" style="border: 1px solid black;" title="Ideal" src="http://web368.sv10.net-housting.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/05/ideal2.jpg" alt="Ideal" width="530" height="707" /></p>
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		<title>subzero</title>
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		<pubDate>Thu, 07 May 2009 11:18:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jasper</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Alles erinnert mich ans Ski/Snowboard Fahren.
Ein kleines Dorf direkt an den Bergen und am Schnee. Ein großer Bus vollgepackt mit Leuten in dicken Winterklamotten. Der Geruch nach Sonnencreme. Wir fahren direkt in die Kälte.
Und doch hat es so ziemlich nichts mit Wintersport zu tun. Es geht nicht in den Schnee,sondern ins Eis. Und wir fahren nicht, wir wandern.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a style="border-bottom: 1px dotted #d7150b" href="http://www.whereswilly.de/wordpress/2009/05/subzero"><img class="alignnone size-full wp-image-1049" style="border: 1px solid black;" title="subzero" src="http://web368.sv10.net-housting.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/05/subzero2.jpg" alt="subzero" width="530" height="133" /></a></p>
<p>Alles erinnert mich ans Ski/Snowboard Fahren.<br />
Ein kleines Dorf direkt an den Bergen und am Schnee. Ein großer Bus vollgepackt mit Leuten in dicken Winterklamotten. Der Geruch nach Sonnencreme. Wir fahren direkt in die Kälte.<br />
Und doch hat es so ziemlich nichts mit Wintersport zu tun. Es geht nicht in den Schnee,sondern ins Eis. Und wir fahren nicht, wir wandern.</p>
<p><span id="more-1047"></span>Der Franz Josef und der Fox Gletscher sind neben einem weiteren in Argentinien die einzigen ihrer Art auf der Welt. Gletscher, die sich fast bis auf Meeresniveau bis an die Küste runter ziehen. Ehemals bis wirklich an die Küste ran, enden die beiden Gletscher hier in Neuseeland heute einige Kilometer im Landesinneren. Zwischen dichtem Regenwald liegen sie beide aber immer noch. Und ziehen sich mehrere Kilometer die Southern Alps hoch. Und genau dem Weg folge ich heute. Hinein ins ewige Eis.<br />
Die Wettervorhersage verspricht grauenhaften Wetter, aber das tat sie auch schon für gestern. Und das war ein wunderbarer Tag. Hoffen wir also, dass die Vorhersage auch für heute entsprechend falsch ist. In dem Bus geht es zum Gletscher, wo wir trotzdem noch ein paar Kilometer gehen müssen, bis wir endlich dort sind, wo das Eis beginnt. Und da beginnt dann auch endlich der Spaß. Alle werden wir mir Crampons (Eiskrallen für die Schuhe) und einer Eisaxt ausgerüstet und hoch geht es auf den Gletscher. Kleine Treppenstufen im Eis führen uns auf die Eisdecke, auf der wir uns die nächsten Stunden austoben sollen. Erst folgen wir einem kleinen Pfad auf der Oberfläche des Gletschers, bis wir endlich unsere eigenen Wege schlagen. Es geht durch winzig kleine „Wurmlöcher“, kleine Tunnel im Eis, durch die man nur auf allen Vieren und ohne jegliche Ausrüstung durch kriechen kann. Wir springen über kleine Gletscherspalten und gehen anschließen durch die durch. Teilweise ist nicht einmal Platz für unsere Füße und wir müssen unsere Spikes in die eisigen Wände schlagen. Danach geht es wieder nahezu senkrechte Wände hoch und anschließend wieder runter. Der ganze Gletscher ist ein riesiger Abenteuerspielplatz. Und wir konnten uns einen Tag auf ihm austoben. Bei strahlendem Sonnenschein. Die Sonnencreme war fast notwendig und der Wetterbericht falsch. Ein bisschen kalt war es denoch.</p>
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		<title>collision course</title>
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		<pubDate>Mon, 04 May 2009 22:09:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jasper</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein weiterer wunderbarer Tag auf der anderen Seite der Welt. Es wird Winter, aber kaum ein Wölkchen trübt das tiefe Blau. Die Sonne steht hoch am Himmel und man kann...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a style="border-bottom: 1px dotted #d7150b" href="http://www.whereswilly.de/wordpress/2009/05/collision-course"><img class="alignnone size-full wp-image-1044" style="border: 1px solid black;" title="collision course" src="http://web368.sv10.net-housting.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/05/collision-course.jpg" alt="collision course" width="530" height="124" /></a></p>
<p>Ein weiterer wunderbarer Tag auf der anderen Seite der Welt. Es wird Winter, aber kaum ein Wölkchen trübt das tiefe Blau. Die Sonne steht hoch am Himmel und man kann immer noch ihre wärmenden Strahlen spüren. Wir fahren durch immergrüne Wälder, entlang an einem der größten Flüsse Neuseelands.</p>
<p><span id="more-1043"></span>Es ist ein wunderbarer Tag auf der anderen Seite der Welt und endlich steht mal wieder ein wenig Action auf dem Plan. Und wieder hat es was mit dem Wasser zu tun. Diesmal springen wir aber nicht rein, sondern rasen rüber. Heute geht es Jetboaten.<br />
Je nach Wasserpegel gehört der Bullerriver entweder unter die Top 3 der Südhemisphere oder die Top 3 Neuseelands. Heute war er wohl nur in der Neuseelandliga, der Wasserpegel war recht niedrig. Welchen Einfluss das auf das Jetboaten hat kann ich nun nicht beurteilen. Aber auch so ist es eine unterhaltsame Erfahrung.<br />
Jetboote sind dazu gebaut, im flachen Wasser so schnell wie möglich vorwärts zu kommen und dabei so manövrierfähig wie nur irgendwie möglich zu bleiben. Und genau das machen wir auch. Wir rasen über Schotterfelder und auf Felswände zu. Wir drehen uns im Kreis. Wir fliegen hin und her. Erst den Fluss hoch, die Sonne im Rücken, dann den Fluss runter, entgegen der untergehenden Sonne.<br />
Die Sonne blendet jeden im Boot nur unser Fahrer scheint unbeeindruckt. Wir jagen im Zick Zack flussauf und -abwärts. Schlagen fast gegen die Felswände und man hört das Boot nur aufschreien. Zwischendurch drehen wir uns immer wieder um mehr als 360° oder wechseln binnen Sekunden mehrmals komplett die Richtung. Das aufspritzende Wasser sorgt immer für eine willkommene Abkühlung. Sonst ist der Stress zu groß. Bei weniger als einer Handbreit zwischen der Außenwand des Bootes und den Klippen fühlt man sich doch nicht so ganz sicher. Auch wenn es einem immer wieder versichert wird. Traue mich manchmal nicht einmal, zur Seite zu gucken. Die Steinwand rast direkt vor meinen Augen vorbei.<br />
Ich schaue lieber nach vorne in den Sonnenuntergang hinter den Bergen. Kaum eine Wolke am Himmel. Ein weiterer wunderbarer Tag auf der anderen Seite der Welt.</p>
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