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	<title>where&#039;s willy? &#187; feuer</title>
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	<description>ja wo ist er denn?</description>
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		<title>a long way down</title>
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		<pubDate>Sat, 30 May 2009 00:24:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jasper</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit dem Tongariro Crossing hatte ich meinen letzten Punkt auf der Liste der zu erledigenden Dinge abgehakt. Es stand aber noch etwas anderes drauf, über das noch nicht geschrieben wurde,...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a style="border-bottom: 1px dotted #d7150b" href="http://www.whereswilly.de/wordpress/2009/05/a-long-way-down"><img class="alignnone size-full wp-image-1078" style="border: black 1px solid;" title="a long way down" src="http://web368.sv10.net-housting.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/05/a-long-way-down.jpg" alt="a long way down" width="530" height="141" /></a></p>
<p>Mit dem Tongariro Crossing hatte ich meinen letzten Punkt auf der Liste der zu erledigenden Dinge abgehakt. Es stand aber noch etwas anderes drauf, über das noch nicht geschrieben wurde, was aber schon kurz vorher gestrichen werden konnte. Aus einem Flugzeug springen.</p>
<p><span id="more-1077"></span>Das Wetter hier in Taupo war bei meiner Ankunft hier so unglaublich gut, dass ich mich kurzfristig dazu entschlossen habe, doch noch Fallschirmspringen zu gehen. Gegen zehn in Taupo angekommen, um elf geht es dann auch schon auf zum Flughafen.<br />
Wir setzen uns ins Flugzeug. Jeder hat seinen Sprungharnisch an und alles wichtige wurde besprochen.  Mit mir springen noch zwei andere, was sechs Personen im hinteren Teil des Flugzeugs bedeutet. Viel Platz hat man so nicht. Aber allzu lange bleibt man ja sowieso nicht drin. Da ich als erster springe, sitze ich direkt an der riesigen Plexiglastür und kann den Ausblick beim hoch fliegen komplett genießen. Zuerst fühlt es sich noch wie ein normaler Flug an, nur in einem winzig kleinen Flugzeug. Umso höher man steigt und umso länger man im Flugzeug sitzt, desto mehr fängt man an zu realisieren, das es zwar wie ein normaler Flug scheint, die normale Landung aber fehlt.<br />
Wir steigen immer höher und es ist Zeit sich sprungfertig zu machen. Ich zieh meine Handschuhe an, setz die Fliegermütze auf und zieh die Brille ins Gesicht. Gleichzeitig hakt mich mein Tandempartner an seinen Harnisch. Wenig später gleitet die Tür auf und es liegt nichts mehr zwischen uns und den Wolken. Wir robben zum Ausstieg und hängen in der Tür, klammern uns an die kleinen Stangen außerhalb des Flugzeugs. Der Wind rast an einem vorbei und der Boden scheint ewig weit entfernt zu sein. Wir fliegen über den Wolken, man kann die Felder und die Stadt unter uns sehen. Winzig klein neben dem riesigen See (so groß wie Singapur). In der Ferne die weißen Gipfel der Berge des Tongariro Crossings. Nach einem Augenblick in der Tür kommt das Zeichen, dass wir abspringen können und wir lassen los.<br />
Wir fallen aus dem Flugzeug. Drehen uns in der Luft. Liegen kurz auf dem Rücken. Sehen das Flugzeug über uns weiterfliegen. Und das Fallen nimmt kein Ende. Das Flugzeug wird immer kleiner. Wir liegen auf dem Bauch. Der Wind nimmt einem jegliche Kontrolle über das Gesicht. Mit 200 km/h rasen wir dem Boden entgegen. Das Gefühl ist unbeschreiblich. Das Fallen scheint unendlich. Wir fliegen durch die Wolken, in denen Regenbögen zu sehen sind.  Und plötzlich fehlt der Wind. Nach fast einer Minute geht der Fallschirm auf und man hat Zeit sich wieder zu fangen. Aus dem Rausch Richtung Erdboden wird ein gemütliches Gleiten. Man kann einzelne Häuser sehen, die Flugzeuge auf dem Flughafen, die Autos auf der Straße. Wir ziehen ein paar Kreise in der Luft, einige Rundblicke. Man kann die Menschen die Menschen auf dem Flughafen sehen, die nur auf unsere Landung warten.<br />
Wir setzen auf.</p>
<p>Ich hab ein riesiges Grinsen im Gesicht, das noch ewig hält.</p>
<p><a style="border-bottom: 1px dotted #d7150b" href="http://www.whereswilly.de/wordpress/2009/05/a-long-way-down"><img class="alignnone size-full wp-image-1081" style="border: black 1px solid;" title="a long way down" src="http://web368.sv10.net-housting.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/05/a-long-way-down2.jpg" alt="a long way down" width="530" height="265" /></a></p>
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		<title>subzero</title>
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		<pubDate>Thu, 07 May 2009 11:18:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jasper</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Alles erinnert mich ans Ski/Snowboard Fahren.
Ein kleines Dorf direkt an den Bergen und am Schnee. Ein großer Bus vollgepackt mit Leuten in dicken Winterklamotten. Der Geruch nach Sonnencreme. Wir fahren direkt in die Kälte.
Und doch hat es so ziemlich nichts mit Wintersport zu tun. Es geht nicht in den Schnee,sondern ins Eis. Und wir fahren nicht, wir wandern.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a style="border-bottom: 1px dotted #d7150b" href="http://www.whereswilly.de/wordpress/2009/05/subzero"><img class="alignnone size-full wp-image-1049" style="border: 1px solid black;" title="subzero" src="http://web368.sv10.net-housting.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/05/subzero2.jpg" alt="subzero" width="530" height="133" /></a></p>
<p>Alles erinnert mich ans Ski/Snowboard Fahren.<br />
Ein kleines Dorf direkt an den Bergen und am Schnee. Ein großer Bus vollgepackt mit Leuten in dicken Winterklamotten. Der Geruch nach Sonnencreme. Wir fahren direkt in die Kälte.<br />
Und doch hat es so ziemlich nichts mit Wintersport zu tun. Es geht nicht in den Schnee,sondern ins Eis. Und wir fahren nicht, wir wandern.</p>
<p><span id="more-1047"></span>Der Franz Josef und der Fox Gletscher sind neben einem weiteren in Argentinien die einzigen ihrer Art auf der Welt. Gletscher, die sich fast bis auf Meeresniveau bis an die Küste runter ziehen. Ehemals bis wirklich an die Küste ran, enden die beiden Gletscher hier in Neuseeland heute einige Kilometer im Landesinneren. Zwischen dichtem Regenwald liegen sie beide aber immer noch. Und ziehen sich mehrere Kilometer die Southern Alps hoch. Und genau dem Weg folge ich heute. Hinein ins ewige Eis.<br />
Die Wettervorhersage verspricht grauenhaften Wetter, aber das tat sie auch schon für gestern. Und das war ein wunderbarer Tag. Hoffen wir also, dass die Vorhersage auch für heute entsprechend falsch ist. In dem Bus geht es zum Gletscher, wo wir trotzdem noch ein paar Kilometer gehen müssen, bis wir endlich dort sind, wo das Eis beginnt. Und da beginnt dann auch endlich der Spaß. Alle werden wir mir Crampons (Eiskrallen für die Schuhe) und einer Eisaxt ausgerüstet und hoch geht es auf den Gletscher. Kleine Treppenstufen im Eis führen uns auf die Eisdecke, auf der wir uns die nächsten Stunden austoben sollen. Erst folgen wir einem kleinen Pfad auf der Oberfläche des Gletschers, bis wir endlich unsere eigenen Wege schlagen. Es geht durch winzig kleine „Wurmlöcher“, kleine Tunnel im Eis, durch die man nur auf allen Vieren und ohne jegliche Ausrüstung durch kriechen kann. Wir springen über kleine Gletscherspalten und gehen anschließen durch die durch. Teilweise ist nicht einmal Platz für unsere Füße und wir müssen unsere Spikes in die eisigen Wände schlagen. Danach geht es wieder nahezu senkrechte Wände hoch und anschließend wieder runter. Der ganze Gletscher ist ein riesiger Abenteuerspielplatz. Und wir konnten uns einen Tag auf ihm austoben. Bei strahlendem Sonnenschein. Die Sonnencreme war fast notwendig und der Wetterbericht falsch. Ein bisschen kalt war es denoch.</p>
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		<title>collision course</title>
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		<pubDate>Mon, 04 May 2009 22:09:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jasper</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein weiterer wunderbarer Tag auf der anderen Seite der Welt. Es wird Winter, aber kaum ein Wölkchen trübt das tiefe Blau. Die Sonne steht hoch am Himmel und man kann...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a style="border-bottom: 1px dotted #d7150b" href="http://www.whereswilly.de/wordpress/2009/05/collision-course"><img class="alignnone size-full wp-image-1044" style="border: 1px solid black;" title="collision course" src="http://web368.sv10.net-housting.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/05/collision-course.jpg" alt="collision course" width="530" height="124" /></a></p>
<p>Ein weiterer wunderbarer Tag auf der anderen Seite der Welt. Es wird Winter, aber kaum ein Wölkchen trübt das tiefe Blau. Die Sonne steht hoch am Himmel und man kann immer noch ihre wärmenden Strahlen spüren. Wir fahren durch immergrüne Wälder, entlang an einem der größten Flüsse Neuseelands.</p>
<p><span id="more-1043"></span>Es ist ein wunderbarer Tag auf der anderen Seite der Welt und endlich steht mal wieder ein wenig Action auf dem Plan. Und wieder hat es was mit dem Wasser zu tun. Diesmal springen wir aber nicht rein, sondern rasen rüber. Heute geht es Jetboaten.<br />
Je nach Wasserpegel gehört der Bullerriver entweder unter die Top 3 der Südhemisphere oder die Top 3 Neuseelands. Heute war er wohl nur in der Neuseelandliga, der Wasserpegel war recht niedrig. Welchen Einfluss das auf das Jetboaten hat kann ich nun nicht beurteilen. Aber auch so ist es eine unterhaltsame Erfahrung.<br />
Jetboote sind dazu gebaut, im flachen Wasser so schnell wie möglich vorwärts zu kommen und dabei so manövrierfähig wie nur irgendwie möglich zu bleiben. Und genau das machen wir auch. Wir rasen über Schotterfelder und auf Felswände zu. Wir drehen uns im Kreis. Wir fliegen hin und her. Erst den Fluss hoch, die Sonne im Rücken, dann den Fluss runter, entgegen der untergehenden Sonne.<br />
Die Sonne blendet jeden im Boot nur unser Fahrer scheint unbeeindruckt. Wir jagen im Zick Zack flussauf und -abwärts. Schlagen fast gegen die Felswände und man hört das Boot nur aufschreien. Zwischendurch drehen wir uns immer wieder um mehr als 360° oder wechseln binnen Sekunden mehrmals komplett die Richtung. Das aufspritzende Wasser sorgt immer für eine willkommene Abkühlung. Sonst ist der Stress zu groß. Bei weniger als einer Handbreit zwischen der Außenwand des Bootes und den Klippen fühlt man sich doch nicht so ganz sicher. Auch wenn es einem immer wieder versichert wird. Traue mich manchmal nicht einmal, zur Seite zu gucken. Die Steinwand rast direkt vor meinen Augen vorbei.<br />
Ich schaue lieber nach vorne in den Sonnenuntergang hinter den Bergen. Kaum eine Wolke am Himmel. Ein weiterer wunderbarer Tag auf der anderen Seite der Welt.</p>
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		<title>addicted</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Apr 2009 04:28:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jasper</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wieder gesund und das Abenteuer geht weiter. Hier in Neuseeland gibt es einfach so viele Angebote, ich hätte den ganzen Tag mit irgendwelchen verrückten Dingen verbringen können. Aber für die...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a style="border-bottom: 1px dotted #d7150b" href="http://www.whereswilly.de/wordpress/2009/04/addicted"><img class="alignnone size-full wp-image-1037" style="border: 1px solid black;" title="addicted" src="http://web368.sv10.net-housting.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/04/addicted.jpg" alt="addicted" width="530" height="130" /></a></p>
<p>Wieder gesund und das Abenteuer geht weiter. Hier in Neuseeland gibt es einfach so viele Angebote, ich hätte den ganzen Tag mit irgendwelchen verrückten Dingen verbringen können. Aber für die restlichen Zeit muss ja auch noch was über bleiben.</p>
<p><span id="more-1035"></span>Als alter Schnäppchenjäger reißt mich mein Wecker noch vor neun Uhr aus dem Schlaf, damit ich auch ja nicht das Early Bird Special verpasse. Vor elf Uhr zahlt man 15 Dollar weniger. Dass kann ich mir nicht entgehen lassen. Noch leicht schlaftrunken mache ich mich auf den Weg zu Neuseelands höchster Bungyplatform, von der aus man einen Watertouch machen kann. Wenn, dann richtig.<br />
Guck mir zuerst ein paar andere Springer an, bis ich mich dann auch endlich eintrage. Schnell noch umziehen – springe nur mit meiner Badeshorts -  wenn, dann richtig – und rauf gehts auf die Plattform. 47 Meter über dem Waikato River, 20 Meter vor den Klippen. Meine Füße werden bombenfest zusammen geschnürt und in das Gummiseil eingehakt. Ich bin noch gelassen, es scheint alles noch ein wenig in der Ferne zu liegen. Ein letzter Sicherheitscheck und ich darf an die Kante treten.<br />
Plötzlich kommen mir diese 47 Meter Nichts unter mir ewig weiter vor, als noch vom Zuschauerplatz. Ich blicke in eine riesige Schlucht. Links und rechts von mir türmen sich weißgelbe Klippen auf. Unter mir liegt das wunderbar blauweiße Wasser ruhig wie ein Leichentuch. Es fühlt sich unvorstellbar hoch an. Ich breite meine Arme aus. Sauge die Kulisse in mich ein. Und springe.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1038" style="border: 1px solid black;" title="1" src="http://web368.sv10.net-housting.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/04/1.jpg" alt="1" width="530" height="239" /></p>
<p>Das Wasser kommt auf mich zugerast. Ich kann meinen Blick nicht abwenden. Beschleunige unaufhaltsam Richtung Aufschlag. Der Boden kommt immer näher. Ein überwältigendes Gefühl. Ich rase durch die Luft. Kann nicht einmal schreien. Bis ich schließlich eintauche. Völlig überraschend durchschlage ich die Oberfläche und bin fast komplett im Wasser. Und schnelle auch schon wieder hoch. Ein atemraubendes Gefühl. Komme trotzdem dazu zu schreien.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1040" style="border: 1px solid black;" title="2" src="http://web368.sv10.net-housting.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/04/2.jpg" alt="2" width="530" height="477" /></p>
<p>Einige Bounces später liege ich auch schon auf dem Boot, das mich vom Seil löst und sicher zurück an Land fährt. Ich renne die unzähligen Treppenstufen bis zur Sprungplattform wieder hoch und trage mich nochmal ein. Ich kann es einfach nicht lassen. Diesmal rückwärts.</p>
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		<title>Heiß und Kalt</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Apr 2009 07:03:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jasper</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Meine Beine brennen vor Schmerz. Matsch spritzt gegen meine Unterschenkel. Regen gegen mein Gesicht. Es ist nass und kalt. Ich denk immer wieder daran, aufzuhören. Rappel mich dann aber wieder...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a style="border-bottom: 1px dotted #d7150b" href="http://www.whereswilly.de/wordpress/2009/04/heis-und-kalt"><img class="alignnone size-full wp-image-1009" style="border: 1px solid black;" title="Heiß und Kalt" src="http://web368.sv10.net-housting.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/04/heis-undkalt.jpg" alt="Heiß und Kalt" width="530" height="136" /></a></p>
<p>Meine Beine brennen vor Schmerz. Matsch spritzt gegen meine Unterschenkel. Regen gegen mein Gesicht. Es ist nass und kalt. Ich denk immer wieder daran, aufzuhören. Rappel mich dann aber wieder auf und quäle mich weiter. Und kurz darauf weiß ich auch wieder, wieso.</p>
<p><span id="more-1008"></span>Neuseeland ist wohl das Adrenalinland Nummer eins. Überall sieht man irgendwelche Actionsportarten. Und jeder scheint sie zu machen. Heute sind mir Menschen von 12 bis Mitte 60 entgegen gekommen. Einige Kilometer südlich von Rotorua, mitten im Wald. Aber niemand kam zum Wandern. Alle sind hier um sich komplett auszupowern und den absoluten Kick zu bekommen. Alle sind hier um Mountain Bike zu fahren.<br />
Und da kann man hier auch. Ein unendlich scheinendes Wegenetz, dass sich über den kompletten Wald und über mehr als 200 Höhenmeter erstreckt. Ich fahre den halben Nachmittag und hab nichtmal einen Bruchteil der Strecken gesehen. Nach einigen Stunden macht mein Körper aber komplett schlapp. Ich quäle mich immer wieder die kleinsten Steigungen hoch, weil ich noch einmal downhill fahren will. Und noch einmal. Und noch einmal&#8230;<br />
Nach vier Stunden wäre ich am liebsten direkt am Hostel, bin aber nicht einmal am Parkplatz. Hab es doch noch geschafft mich zu verfahren. Kämpfe mich zurück zum Carpark und den Berg hoch in die Stadt. Ich kann kaum noch stehen, geschweige denn Laufen. Werde auf dem Fahrrad beinahe von Fußgängern überholt. Für die fünf Kilometer zum Hostel brauche ich fast eine halbe Stunde.<br />
Ich werfe meine Klamotten einfach in eine Ecke, die sich grade anbietet, wasche den Schlamm vom Körper und springe in meine Badehose. Nur ein heißes Bad im Whirlpool kann meinen geschunden Körper jetzt wieder zu Kräften bringen. Es fängt an in Strömen zu regnen, wieder fließen Regentropfen mein Gesicht hinunter. Ich steige aus dem Pool und spaziere durch den Regen, bis ich mir kalt ist und ich wieder zurück ins heiße Wasser muss. Ich warte bis meine Haut anfängt rot zu glühen und stelle mich wieder in den Regen.</p>
<p>Ein perfekter Tag</p>
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		<title>Black</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Apr 2009 07:33:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jasper</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Einundzwanzig komplett schwarzgekleidete Personen, mit weißen Gummistiefeln und einem roten Helm, marschieren in einer langen Reihe über riesige Felder. Jeder von ihnen trägt einen schwarzen Reifenschlauch. Man hört nur das Quietschen, das beim Reiben von Gummi auf Neopren entsteht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a style="border-bottom: 1px dotted #d7150b" href="http://www.whereswilly.de/wordpress/2009/04/black"><img class="alignnone size-full wp-image-1002" style="border: 1px solid black;" title="Black" src="http://web368.sv10.net-housting.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/04/black.jpg" alt="Black" width="530" height="133" /></a></p>
<p>Einundzwanzig komplett schwarzgekleidete Personen, mit weißen Gummistiefeln und einem roten Helm, marschieren in einer langen Reihe über riesige Felder. Jeder von ihnen trägt einen schwarzen Reifenschlauch. Man hört nur das Quietschen, das beim Reiben von Gummi auf Neopren entsteht.</p>
<p><span id="more-1001"></span>Wir sind alle auf  dem Weg zu einem Felsspalt, irgendwo versteckt hier auf den Felder. Von dort geht es dann einige Meter unter die Erde in die ewige Dunkelheit. Wir steigen eine steile Holztreppe hinunter und ohne unsere kleine Lampen vorn am Helm würden wir schon hier kaum was sehen. Gemeinsam bahnen wir uns den Weg durch die engen Gänge. Hier ist der Schlauch, den wir alle mit uns umher schleppen noch mehr hinderlich als nützlich, aber das soll sich bald ändern. Gingen wir anfangs noch im Trockenen, so steigt das Wasser langsam an. Inzwischen stehen wir schon knietief in einem kleinen Untergrundbach.<br />
Nach einiger Zeit machen wir die Lampen aus. Der kleine Gang, in dem wir stehen ist nun komplett schwarz. Und trotzdem sieht man überall Licht. Die komplette Decke ist übersät mit kleinen leuchtenden Punkten. Ein Meer von Glühwürmchen. Es erinnert ein wenig an den Sternenhimmel. Die Punkte sind nur ein wenig größer und scheinen eher blau als weiß. Die Neoprenanzüge beweisen immer mehr ihren Nutzen, je weiter wir voran schreiten. Mittlerweile stehen wir bauchnabeltief im Wasser und bestaunen die Decke.<br />
Etwas später sind wir dann auch schon komplett am schwimmen. Wir liegen in unseren Reifen und gleiten den unterirdischen Fluss hinunter. In der Ferne kann man unser erstes Hindernis hören. Und kurze Zeit später lassen wir uns dann auch den ersten Wasserfall hinunter fallen, von wo aus wir weiter hinunter treiben. Der zweite Wasserfall auf unserer Reise ist um einiges höher, sodass wir von da nicht runter springen, sondern nur runter rutschen.<br />
Nach dieser kleinen Rutschpartie wird das Wasser merklich flacher, sodass wir wieder anfangen müssen zu gehen. Und nach wenigen Minuten kommen wir an einer riesigen Holztreppe an, an deren Ende man wieder die ersten Sonnenstrahlen sehen kann. Wir steigen die alten Holzstufen hoch und finden uns in einem weiteren Felsspaltes wieder. Völlig überwachsen mit Moos und kleinen Bäumen liegt er mitten im Wald versteckt.<br />
Wir legen die Gummireifen wieder zurück auf große Holzpfosten und treten unsere Rückreise aus dem Wald heraus an. Jetzt müssen wir uns erstmal wieder aufwärmen.</p>
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		<title>Aller guten Dinge sind Zwei</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Apr 2009 09:47:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jasper</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Fahrzeuge am Strand werden immer kleiner. Bis die kleinen Punkte am Horizont verschwinden und nichtmal mehr der Strand zu sehen ist. Das schlammbraune Wasser wird mehr und mehr tiefblau. Unser Boot jagt über die Wellen. Die Wellen rollen fast übers Boot. Wir sind nass, obwohl noch nicht im Wasser waren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a style="border-bottom: 1px dotted #d7150b" href="http://www.whereswilly.de/wordpress/2009/04/aller-guten-dinge-sind-zwei"><img class="alignnone size-full wp-image-981" style="border: 1px solid black;" title="Aller guten Dinge sind Zwei" src="http://web368.sv10.net-housting.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/04/aller-guten-dinge-sind-zwei.jpg" alt="Aller guten Dinge sind Zwei" width="530" height="136" /></a></p>
<p>Die Fahrzeuge am Strand werden immer kleiner. Bis die kleinen Punkte am Horizont verschwinden und nichtmal mehr der Strand zu sehen ist. Das schlammbraune Wasser wird mehr und mehr tiefblau. Unser Boot jagt über die Wellen. Die Wellen rollen fast übers Boot. Wir sind nass, obwohl noch nicht im Wasser waren.</p>
<p><span id="more-980"></span>Das Element Wasser hat mich auf meiner Reise in einen tiefen Bann gezogen. Grad von meiner kleinen Segeltour zurück, bin ich schon wieder auf hoher See. Diesmal aber nur in einem großen Schlauchboot. Angetrieben von zweimal 200PS rasen wir zu dem wohl besten Tauchspot in Australien. Der S.S. Yongala. Vor knapp einhundert Jahren gesunken hat sich das mehr als 100m lange Dampfschiff in ein riesiges Riff verwandelt, das als Nährboden für fast jedes maritime Lebewesen Australiens dient.<br />
Der Weg dorthin war aber nicht leicht. Von Airlie Beach ging es mit dem Nachtbus nach Norden. Ziel: Ayr. Ankunftszeit: halb Sechs, was ich komplett verschlafen hab. Zwei Stunden später komme ich dann in Townsville an. Dort darf ich den halben Tag auf den nächsten Bus nach Süden warten. Mit sechs Stunden Verspätung bin ich endlich in Ayr. Zum zweiten Mal.<br />
Nach einer recht kurzen Nacht beginnt am nächsten Morgen in aller Früh der Tauchtag. Kurzes Frühstück, Gearcheck und dann ab in den Geländewagen. Unsere Bootsfahrt geht nicht von einem kleinen Hafen oder wenigstens Bootsanleger los, sondern mitten vom Strand. Und zu der geeigneten Stelle sind es zehn Minuten im 4&#215;4. Fühle mich bei der Strandfahrt zurück nach Fraser Island versetzt.<br />
Am Boot springe alle schnell rein und die Jagd über die Fluten geht los. Nach einer halben Stunde sind wir am Wrack angekommen, wo wir uns auch sofort bereit machen und mit einer filmreifen Rolle von der Seite des Schlauchboots ins Wasser gelangen. Die HMAS-Brisbane war schon überwältigend, aber der Tauchspot hier ist wie aus einer anderen Welt. Auf den ersten und auch den zweiten Blick ist das Schiff überhaupt nicht zu erkennen. Das Wrack liegt auf der Seite und ist völlig mit Korallen zugewachsen. Und dieses Riff lockt eine Vielzahl verschiedener Meeresbewohner an. Schildkröten, riesige Fische (der größte war ein ca. 2m langer Queensländer), Wasserschlangen, Muränen, Rochen und Haie. Bis auf den Hai hab ich auf meinen Tauchgängen auch alles gesehen. Ich bin fast auf einer Schildkröte geritten, hab mit einer Wasserschlange gespielt und kam face to face mit dem Queensländer. Und das mit dem Hai kann immer noch klappen. Aufgrund geringer Kundschaft, gab es für Morgen ein Sonderangebot. Tauchen zu weniger als dem halben Preis. Da konnte ich nicht nein-sagen. So muss ich meine Weiterfahrt nach Townsville nochmal um einen Tag verschieben.<br />
Ob das mit meinem Plan vom Arbeiten hier in Australien nochmal was wird, ist immer unwahrscheinlicher. Dafür wurde ich auf eine andere Idee gebracht. In Cairns suchen die ganzen Liveaboard-Anbieter immer für Helfer auf den Booten. Für ein wenig Arbeit an Deck bekommt man freie Unterkunft und Verpflegung. Und so viele Dives, wie man will. Ab nach Cairns.</p>
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<p>Und am zweiten Tag hat sich die Geschichte wiederholt. Wieder eine Fourwheelfahrt aufm Strand, wieder eine schnelle Überfahrt im Schlauchboot und wieder zwei fantastische Dives. Die Sicht war zwar minimal schlechter, die Tauchgänge haben mir aber trotzdem besser gefallen. Und es ist das Unglaubliche geschehen. Laut Divemaster eine Chance von 1:1.000.000. In drei Jahren genau zweimal vorgekommen (heute mitgezählt). Wir sind mit zwei Delfinen geschwommen. Mittem im zweiten Tauchgang auf halber Strecke sind zwei Delfine – ein großer und ein kleiner – an uns vorbei geschwommen. Dagegen wirkt der Rest von heute nahezu lächerlich. Ich hab es endlich geschafft auf einer Schildkröte zu reiten und mit einer Wasserschlange gewrestelt. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Ein ersklassiger Tauchtag. Nun geht es aber auch weiter.</p>
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		<title>Kratzer</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Mar 2009 09:59:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jasper</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Leben in der Großstadt wird immer als gefährlich bezeichnet. Heute durfte ich feststellen, dass da vielleicht tatsächlich was dran ist. Man kann nicht jeden Tag ohne einen Kratzer überstehen. Und keine Sorge. Mir geht es den Umständen entsprechend gut. Fühl mich wie vom Zug überfahren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a style="border-bottom: 1px dotted #d7150b" href="http://www.whereswilly.de/wordpress/2009/03/kratzer"><img class="alignnone size-full wp-image-936" style="border: 1px solid black;" title="Kratzer" src="http://web368.sv10.net-housting.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/03/hit.jpg" alt="Kratzer" width="530" height="116" /></a></p>
<p>Das Leben in der Großstadt wird immer als gefährlich bezeichnet. Heute durfte ich feststellen, dass da vielleicht tatsächlich was dran ist. Man kann nicht jeden Tag ohne einen Kratzer überstehen. Und keine Sorge. Mir geht es den Umständen entsprechend gut. Fühl mich wie vom Zug überfahren.</p>
<p><span id="more-935"></span>Im Großen und Ganzen ist heute eigentlich überhaupt nichts passiert. Ein kompletter Tag in Saigon. Ein bisschen Shoppen gewesen. Ein bisschen durch die Stadt geschlendert. Jede Menge Straßenbars ausprobiert. Zwischendurch noch mit ein paar einheimischen Cyclofahrern einen getrunken und ein spätes Mittagessen gehabt und danach meine Tour durch die weniger touristischen Regionen der Stadt fortgesetzt. Alle möglichen fantastischen Snacks und Drinks ausprobiert. Dafür liebe ich Saigon. Das Essen hier ist einfach phänomenal – was aber auf ganz Vietnam zutrifft. Hier ist nur die Auswahl am größten.<br />
Das eigentlich einzige Erwähnenswerte passierte dann aber gegen Einbruch der Dunkelheit. Immer noch umherstrollend durch die verschiedenen Distrikte in Saigon entscheide ich mich langsam zurück zum Hostel zu wandern, wie ein kleiner Laden auf der anderen Straßenseite meine Aufmerksamkeit auf sich zieht. Nichts außergewöhnliches. Viele kleine Läden haben schon meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen.<br />
Link. Rechts. Links. Natürlich ist die Straße nicht leer. Auch nichts außergewöhnliches. Die Straßen hier in Saigon sind nie leer.<br />
Ich fange trotzdem an die Straße zu überqueren. Nichts außergewöhnliches. Wenn man nicht einfach drauf los geht, kommt man nie auf die andere Seite.<br />
Eine riesige Wand von Motorrädern kommt auf mich zu. Auch nichts außergewöhnliches. Irgendwo ist immer eine Lücke zu finden und ich habe sie auch schon ausgemacht.<br />
Ein komplett verrückter Scooterfahrer kommt plötzlich in die Lücke geschossen. Die Wand erscheint nun doch undurchdringbar. Das ist nun mal außergewöhnlich. Und dem Verrückten kann ich nun nicht mehr ausweichen. Wirbel durch die Luft. Der Typ fährt weiter. Kamera ist heile. Hose hat einen leichten Riss. Ein paar Kratzer überall am Körper. Mir geht es den Umständen entsprechend gut. Fühl mich wie vom Motorrad überfahren.</p>
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